Sven Hedin startet seine Zentralasien-Expedition

Der letzte Entdeckungsreisende zu Land. Sven Hedin startet seine Zentralasien-Expedition. Mit Sven Ballenthin, Historiker und Betreuer der Sammlung Perthes an der Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt.
Gestaltung: Hanna Ronzheimer

Er war ein fanatischer Entdeckungsreisender, der die letzten weißen Flecken von der Landkarte ausradieren wollte. Sven Hedin wurde 1865 in Stockholm geboren und hatte schon früh das Berufsziel "Entdeckungsreisender" vor Augen. Letztendlich wurde er Forschungsreisender, Kartograph und Schriftsteller in einem. Insgesamt unternahm er vier große Asien-Expeditionen.

Seine letzte Forschungsreise war die berühmte Zentralasien-Expedition, auch unter dem Namen "Chinesisch-Schwedische Expedition" bekannt. Ziel war es, die meteorologischen, topografischen und archäologischen Vorkommnisse in der Mongolei, der Wüste Gobi und Xinjiang zu untersuchen. Im Jahr 1927, mit über 60 Jahren, trat Sven Hedin diese waghalsige und abenteuerliche Expedition als Leiter einer internationalen Forschertruppe an.

In den acht Jahren der Zentralasien-Expedition wurden wissenschaftliche Daten aus Geschichte, Geografie und Archäologie gesammelt. Unter anderem sollte Sven Hedin im Auftrag der deutschen "Luft Hansa" erkunden, ob Flugzeuge die gewaltigen Wüstenflächen gefahrlos überfliegen können, die Wetterverhältnisse also eine Flugroute von Deutschland nach China zulassen. Als Sympathisant der Nationalsozialisten verspielte sich Sven Hedin, der 1952 verstarb, allerdings viel von seinem Renommee.

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