Der Maria Theresien-Taler

Eine Silbermünze die Geschichte machte. Der Siegeszug des Maria Theresien-Talers. Mit Edith Specht, Institut für Alte Geschichte und Altertumskunde, Papyrologie und Epigraphik der Universität Wien.
Gestaltung: Daphne Hruby

Maria Theresia hätte heuer ihren 300. Geburtstag gefeiert. Die Erzherzogin von Österreich, Königin von Ungarn und Gemahlin von Kaiser Franz I. ging in die Geschichte ein. Dabei wurde sie nicht nur wegen ihrer Regierungsgeschäfte bekannt. Vielmehr ist es eine im Durchmesser 39,5 mm große und 2,5 mm dicke Silbermünze gewesen, die ihr Konterfei weltweit allgegenwärtig machte:

Der Maria Theresien-Taler war ab dem Jahr 1741 im Umlauf. Er startete jedoch rasch seinen Siegeszug über die Grenzen der Habsburgermonarchie hinaus. Im Laufe der Jahre wurden unterschiedliche Bilder der Herrscherin auf den Taler geprägt. Ab 1780 zierte die Silbermünze ein Altersbildnis der Regentin mit Witwenschleier.

Zunächst vorwiegend als Zahlungsmittel für Kaffee, Gewürze und Luxusgüter aus dem Orient eingesetzt, fand der sogenannte Rial namsawi, also der österreichische Taler, durch Sklavenhändler schnell internationale Verbreitung von der arabischen Halbinsel bis nach Afrika. Wegen seiner Beschaffenheit war der Taler schwer zu fälschen und erfreute sich daher umso größerer Beliebtheit.

Zwischen 1751 und 2000 sind knapp 400 Millionen Stück des Maria Theresien-Talers geprägt worden. Seine wechselhafte wie spannende Geschichte wird in dieser Sendereihe beleuchtet.

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