Ist der Islam noch zu retten?

Im Zeitraum
Johannes Kaup im Gespräch mit dem deutsch-ägyptischen Publizisten Hamed Abdel-Samad und dem Islamwissenschaftler Mohammed Kabbani
(Mitschnitt aus dem Großen Sendesaal vom 25. April 2017)
Bearbeitung: Haimo Godler

Der Islam hat zugegeben hierzulande keine gute Presse. Wenn in den Medien vom Islam die Rede ist, dann meistens im Zusammenhang mit dem Kopftuch, mit angeblicher Integrationsunwilligkeit, rückwärtsgewandter Pädagogik, der Flüchtlingsfrage und nicht zuletzt mit dem dschihadistischen Terror. Diese unterschiedlichen Dinge haben genau besehen wenig miteinander zu tun, aber sie werden dennoch undifferenziert in einen Topf geworfen.

Der Publizist Hamed Abdel-Samad publizierte mehrere kritische Bücher "Der Untergang der islamischen Welt", "Mohamed. Eine Abrechnung". Seine Autobiografie "Mein Abschied vom Himmel" machten ihn vor allem in Deutschland, wo er heute im Exil lebt, bekannt. Die Süddeutsche Zeitung schrieb über ihn: "Hamed Abdel-Samad war einst ein Islamist. Inzwischen bekämpft der Publizist jedoch mit heiligem Furor das, wofür er einst stand. Er ist ein ägyptischer Salman Rushdie".

Mohamed Bassam Kabbani wurde in Aleppo in Syrien geboren. Der Islamwissenschafter ist Koordinator an der KPH Wien für die Fortbildung der Islamlehrer und Islamlehrerinnen in Wien und im Burgenland. Kabbani wirkt außerdem als Lektor am Institut für Orientalistik der Universität Wien.

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