Andrea Clausen liest Colm Tóibín

"Eine Fahrt". Von Colm Tóibín. Aus dem Englischen von Giovanni und Ditte Bandini. Es liest Andrea Clausen. Gestaltung: Edith Vukan. Präsentation: Gudrun Hamböck

Es war spät, und Mary war es nicht gewohnt, im Dunkeln lange Strecken zu fahren. Aber ihr Mann lag zu Hause nach einem Schlaganfall, und sie hatte ihren Sohn aus dem Krankenhaus abgeholt. Sieben Monate war der Zwanzigjährige dort behandelt worden. Die Diagnose: Depression. Immer wieder schweifen ihre Gedanken nun in die Vergangenheit, suchen Antwort auf offene Fragen: Wann ist es passiert? Wann ist David "anders" geworden? Wann hatte er sich ihnen entzogen? David aber schweigt.

Colm Tóibín, geboren am 30. Mai 1955 in Enniscorthy, ist einer der bedeutendsten irischen Autoren der Gegenwart. Bereits sein erster Roman "Der Süden" (Deutsch: 1994) wurde von der Kritik enthusiastisch gefeiert. Neben Romanen veröffentlichte Tóibín auch Sachbücher und 2006 die Erzählsammlung "Mothers and Sons". Tóibín ist auch als Journalist tätig und ist angesehener Literaturkritiker. Seine Bücher wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Service

Colm Tóibín, "Eine Fahrt" aus "Mütter und Söhne". Erzählungen, Carl Hanser Verlag 2009

Sendereihe

Gestaltung

  • Gudrun Hamböck