Die Überraschungsdiagnose: Kinder und Diabetes

Wenn Pizza-Essen kompliziert wird.
Diabetes bei Kindern und die Auswirkungen auf das Familienleben.

Blutzuckermessgerät und Insulinpräparat sind immer dabei, die Schuljause und jede andere Mahlzeit wird in Broteinheiten berechnet. Und auf die Schullandwoche muss plötzlich die Mutter mitfahren. Der Alltag von Kindern, die an Diabetes erkrankt sind, erfordert Disziplin, Regelmäßigkeit und eine gewisse Überwachung.
Rund 1500 Kinder unter 14 Jahren sind in Österreich von der unheilbaren, chronischen Stoffwechsel-Erkrankung betroffen. Ihre Bauchspeicheldrüse produziert kein Insulin mehr, der Blutzuckerspiegel muss kontrolliert und mit einem Insulinpräparat oder kohlenhydratreicher Nahrung reguliert werden.
Die große Mehrheit der Kinder erkrankt an der Autoimmunerkrankung Diabetes Mellitus Typ 1. Die Diagnose kommt überraschend und stellt das Familienleben auf den Kopf. Plötzlich wird das Lieblingsessen Pizza zum Problem, weil es unvorhergesehene Folgen auf den Blutzuckerspiegel des Kindes haben kann. Übernachtungen bei Freunden und Einladungen zu Kindergeburtstagen werden seltener, weil die Gastgeber Komplikationen fürchten.
Eltern, Kinder und Geschwisterkinder müssen ihr Leben umstellen und einen Weg finden, die Krankheit im Blick zu behalten und gleichzeitig dem erkrankten Kind Freiheiten zu lassen.

Im Anschluss an die Sendung nimmt die Redaktion über die Nummer 0800 22 69 79 und über moment@orf.at Ihre Reaktionen und Erfahrungen entgegen:

Sind Sie selber oder ein Familienmitglied von Diabetes mellitus Typ 1 betroffen und wie hat sich Ihr Familienalltag durch die Krankheit verändert?
Wie gestalten Sie, als betroffene Eltern, die Gratwanderung zwischen notwendiger medizinischer Kontrolle Ihres Kindes und Entwicklungsfreiheit?


Gestaltung: Johanna Steiner

Service

Österreichische Diabetikervereinigung ÖDV

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