Forensik

Wissenschaftliche Spurensicherung (2). Gestaltung: Madeleine Amberger

Die Bestimmung von Fingerabdrücken zählt seit mehr als 100 Jahren zum Standardrüstzeug der Kriminalist/innen. Der britische Genetiker Sir Francis Galton gilt als Begründer der Daktyloskopie, der Gewinnung und Analyse von Abdrücken der Papillarlinien an den Fingerkuppen. Er beschrieb als erster, dass jeder menschliche Fingerabdruck einzigartig ist.

Für die Identifizierung von am Tatort sichergestellten Fingerabdrücken braucht es nach wie vor Spezialist/innen: Die Forensiker/innen, die penibel Spuren am Tatort sichern, um sie später im Labor zu analysieren. Was forensische Expert/innen mit modernsten technologischen Methoden feststellen, gilt als Beweis für die Kriminolog/innen.

Tatsächlich aber steht die Forensik wissenschaftlich betrachtet auf weniger soliden Beinen als es den Anschein hat. Die US-amerikanischen Akademien der Wissenschaften kritisierten in einem Bericht den Mangel an wissenschaftlicher Fundiertheit vieler Methoden. Ausgenommen wurde einzig die DNA-Analyse, in der Spuren des Erbgutes untersucht werden. Die American Association for the Advancement of Science (AAAS), die weltweit größte Wissenschaftsorganisation, arbeitet nun daran, solide Standards zu erarbeiten.

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