Ungeheuer ist vieles, aber nichts ist ungeheurer als der Mensch.

"Die Unbekannte aus der Seine" von Ödön von Horváth. Bearbeitung: Otto Ambros. Mit Hilde Sochor, Hans Putz, Hans Frank, Walter Kohut, Otto Schenk, Kurt Jaggberg u.a., Musik: Felix Schleiffelder, Regie: Erich Neuberg (ORF-W 1955).

Ein unbekanntes Mädchen wird die einzige Zeugin dafür, dass der arbeitslose und von seiner Braut verlassene Albert einen Raubmord begeht, der ihm freilich nichts einbringt. Sie liebt ihn, und als sie sieht, dass seine Braut zu ihm zurückkehrt und er glücklich werden kann, verlässt sie ihn und geht ins Wasser, um niemals in die Versuchung zu kommen, ihn zu verraten. Ihre Totenmaske wird berühmt und wird auch Alberts Wohnzimmer zieren.

Die junge unbekannte Frau, deren Leichnam um 1900 in Paris aus der Seine geborgen wurde und der friedvolle Gesichtsausdruck ihrer Totenmaske gaben Anlass zu vielen Spekulationen und inspirierte zahlreiche literarische Werke. Ödön von Horváth bearbeitete eine Geschichte von Hertha Pauli für seine "Komödie in drei Akten".

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