Die Geschichte einer Männerfreundschaft

"Der Buschdoktor". Romanprojekt von Peter Steiner, zum 80. Geburtstag des Autors. Es liest: Michael Dangl. Gestaltung: Edith-Ulla Gasser.

Er ist eine der stillen Größen des heimischen Literaturbetriebs: Peter Steiner, ein spätberufener Autor, der erst mit Mitte 40 zu schreiben begann. 1937 in Baden bei Wien geboren, lebte Steiner lange Zeit als Experte für Geologie und Bergbau in Südamerika, Afrika und Asien.

"Der Brunnen des Columbus", "Die Lichtung", "Im langen Schatten", "Jenseits der Jägerzeichen", "Der Weg nach Ssong Köl", "Der Angehörige", "Der Sturz aufs Dach der Welt" oder "Azimut", das sind nur einige der bisher erschienen Buchtitel von Peter Steiner. Viele der Romane und Erzählungen tragen autobiographische Züge, und sind in den Ländern der sogenannten Dritten Welt angesiedelt, einige seiner Bücher spielen auch in den Landschaften von Steiners österreichischer Kindheit und Jugend.

In seinem neuen, im Entstehen begriffenen Roman mit dem Arbeitstitel "Der Buschdoktor" schlägt der Autor, ausgehend vom Rückzugsort eines alten Mannes in einem einsamen Haus in den Salzburger Bergen, einen großen Bogen durch die vergangenen Jahrzehnte. Auf mehreren Rückblende-Ebenen streift Peter Steiner in diesem Opus Magnum nicht nur die Geschichte der bereisten Kontinente, sondern lässt auch Figuren seiner eigenen früheren Romane wieder auftreten, um sie aus neuem Blickwinkel und in neuen Konstellationen zu beleuchten. Auch variantenreiche Anspielungen auf Stoffe und Figuren anderer europäischer und südamerikanischer Autoren kommen in diesem großangelegten Romanprojekt nicht zu kurz.

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Peter Steiner, "Der Buschdoktor", Manuskript, 2017
Peter Steiner

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