100 Jahre Einsamkeit

Der Boom-Autor Gabriel García Márquez (3). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch

100 Jahre Einsamkeit: Als der kolumbianische Schriftsteller Gabriel Garcia Márquez seinen Roman "100 Jahre Einsamkeit" verfasste, war er kein Unbekannter. Er war knapp 40 Jahre alt und hatte bereits mehrere Bücher geschrieben. Doch noch zählte er nicht zu den großen Namen des lateinamerikanischen Boom, jener Generation von Autoren, die in den 1960er Jahren mit neuem Stil und neuen Themen weltweit für Interesse sorgten.

Das sollte sich mit "100 Jahre Einsamkeit" ändern. Als das Buch 1967 erschien, wurde es sofort als ein Meisterwerk der Weltliteratur anerkannt. Gabriel García Márquez erzählt darin die mehrere Generationen umfassenden Geschichte der Familie Buendía im Ort Macondo. Realität und Fiktion vermischen sich auf eindrückliche Weise in dem Werk, das die Gattung des Magischen Realismus auf eine neue Ebene hob.

Bei der ersten Lektüre kann man sich einfach der Leselust hingeben, bei weiteren Lektüren die unglaubliche Tiefe des Werks ausloten, meinte einmal der Boom-Autor Carlos Fuentes. Denn anhand einer Familiengeschichte werden Politik, Kolonialismus, Imperialismus und die Befindlichkeit Lateinamerikas abgehandelt. "100 Jahre Einsamkeit" zählt bis heute zu den weltweit am meisten verkauften Büchern.

Service

Gabriel García Márquez,
100 Jahre Einsamkeit
Fischer Taschenbuch-Verlag

Gabriel García Márquez,
Leben, um davon zu erzählen
Fischer -Verlag

Gabriel García Márquez,
Ich bin nicht hier, um eine Rede zu halten
Verlag Kiepenheuer & Witsch

Conversations with Gabriel García-Márquez,
Edited by Gene H. Bell-Villada
University Press of Mississippi

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