Natascha Wodin

SUSANNE SCHLEYER

Natascha Wodin: "Ich wusste gar nicht, dass ich ein Kind von Zwangsarbeitern bin!"

"Zwangsarbeit war das üble Anhängsel des Holocaust" - Renata Schmidtkunz im Gespräch mit Natascha Wodin, Schriftstellerin und Übersetzerin (Erstausstrahlung am 23. Februar 2017)

Natascha Wodin wurde 1945 als Tochter ehemaliger russisch-ukrainischer Zwangsarbeiter in Fürth geboren. Die adelige Mutter brachte sich um, ein katholisches Mädchenheim wurde ihr Zuhause. Dann die Straße. Später arbeitet sie als Telefonistin und Stenotypistin. Dann als Dolmetscherin und Übersetzerin russischer Literatur ins Deutsche. Schließlich - im Alter von 35 - als Schriftstellerin. Sie lebt in Berlin und behandelt in ihren Büchern die Themen ihres Lebens.

Geehrt wurde sie unter anderem zwei Mal mit dem Gebrüder-Grimm-Preis der Stadt Hanau. Zuletzt 2015 ehrte man sie mit dem von Günther Grass gestifteten Alfred-Döblin-Preis.

Nun ist ihr jüngster Roman erschienen: "Sie kam aus Mariupol", für den sie den renommierten Preis der Leipziger Buchmesse erhielt.

Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz spricht sie über die Suche nach der Mutter, die sich das Leben nahm, als Wodin 10 Jahre alt war.

Service

"Sie kam aus Mariupol", Rowohlt Verlag, 2017

"Die gläserne Stadt", ars vivendi, 2017

"Alter, fremdes Land", Roman, Verlag Jung u. Jung, 2014

"Nachtgeschwister", Roman, Verlag Antje Kunstmann, 2009

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