Alter Computer

AP

Das Internetzeitalter beginnt

1. Über die ersten Pläne zum Aufbau von Computernetzwerken.
Gestaltung: Marianne Unterluggauer
2. Wenn immersives Theater auf Virtual Reality trifft
Gestaltung: Julia Schlager
3. Neuer Datenschutz für Österreich
Gestaltung: Julia Gindl

1. In den 1960er Jahren ist die Vernetzung von Computern in den USA wie auch in Europa ein vorrangiges Thema. Man will Rechenzeit teilen und Informationen unter Wissenschaftern und Regierungen auszutauschen.
In den USA markiert 1967 eine Unterschrift in einem Scheckbuch den Anfang des späteren Internet: Im letzten Arbeitsjahr des gebürtigen Österreichers Charles Herzfeld als Chef der "Advanced Research Project Agency", betritt der Computerwissenschafter und Manager Robert Taylor dessen Büro im Pentagon. Er stellt Herzfeld das Projekt ARPANET vor, den Vorläufer des heutigen Internet.

Die Legende will es, dass Robert Taylor nur 20 Minuten benötigt, um Charles Herzfeld zu überzeugen, einen Scheck in der Höhe von einer Million US Dollar zu unterzeichnen.
In Europa warteten die Wissenschafter über ein Jahr, bis sich sechs Regierungschefs dazu bewegen ließen, den Plänen zum Aufbau eines europäischen Telematik-Netzwerks zuzustimmen. Über eine der Geburtsstunden des Internet berichtet Marianne Unterluggauer.

2. Je länger man sich in der virtuellen Realität befindet, umso realer erscheint sie. Beim immersiven Theater verhält es sich ähnlich: die Abwesenheit einer klar definierten Bühne macht den Zuseher zum Mitspieler, zum Akteur. In beiden Fällen werden Grenzen bewusst aufgehoben. Warum also nicht auch die Grenze zwischen Virtueller Welt und Theater einreißen? Das dachte sich das Berliner Künstler-Duo Trix Space und schuf mit dem Stück Empfänger Verzogen eine neue Spielform: Location based Virtual Reality. Dahinter steckt ein 40 minütiges Stück, in dem Theater, Wirklichkeit und Virtuelle Realität ordentlich vermischt werden, wie Julia Schlager aus Berlin berichtet.

3. Wirtschaftsinteressen versus Privatsphäre der Internetnutzer: das war lange Zeit der vorherrschende Konflikt. Mehr als vier Jahre wurde um ein neues europäisches Datenschutzgesetz gerungen, vor einem Jahr haben sich EU-Kommission, Rat und Parlament schließlich geeinigt. Die Gesetzesnovelle verspricht einen einheitlichen Datenschutzstandard in Europa und ersetzt ab Mai 2018 die nationalen Gesetze der einzelnen EU-Mitgliedsstaaten. Vor welchen Herausforderungen Unternehmen und Konsumentinnen in Österreich jetzt stehen und inwiefern die Rechte von Nutzerinnen und Nutzern gestärkt werden - das hat Julia Gindl den Präsidenten des Dialogmarketing Verbands Österreich, Anton Jenzer, gefragt.


Moderation und Redaktion: Franz Zeller

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VR-Theater "Empfänger verzogen"

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