Nachdenken über die Grenzen unseres Mitleids

"Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs". Von Milo Rau. Mit Ursina Lardi und Consolate Sipérius, Regie: Milo Rau (WDR 2016).

Wie ertragen wir das Elend der Anderen? Warum schauen wir es an? Und wie human sind unsere humanitären Missionen wirklich? In "Mitleid" versucht der Schweizer Autor und Theatermacher Milo Rau die Ambivalenzen der europäischen Betroffenheitskultur auszuloten.

Ursina Lardi, Schauspielerin und ehemalige NGO-Mitarbeiterin, erzählt vom Leben in den Krisenregionen dieser Welt, vom eigenen Befinden im Angesicht der großen Katastrophen. Prolog und Epilog zu dieser Selbstbefragung und Selbstbespiegelung liefert die in Burundi geborene Schauspielerin Consolate Sipérius, die mit vier Jahren als Überlebende des Völkermords von belgischen Eltern adoptiert wurde.

"Mitleid" beruht auf Recherchen vor Ort im Kongo, auf Gesprächen mit humanitären Helfer/innen und Kriegsopfern verschiedenster Kulturen. Es ist nicht nur ein Nachdenken über die Grenzen unseres Mitleids, sondern auch über die Grenzen des europäischen Humanismus.

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