Mariss Jansons

APA/HERBERT NEUBAUER

Farben einer Zeitenwende

Wiener Philharmoniker, Dirigent: Mariss Jansons.
Antonin Dvorak: Symphonie Nr. 8 G-Dur op. 88 (Übertragung aus dem Großen Musikvereinssaal in Wien in Dolby Digital 5.1 Surround Sound). Präsentation: Sibylle Norden

Von der böhmischen Landschaft inspiriert ist Dvoraks achte Symphonie aus dem Jahr 1889, die Mariss Jansons an den Anfang des Programms gestellt hat. Somit könnte man sie als Dvoraks "Pastorale" bezeichnen. Sie ist ungemein reich an melodischen Ideen und lyrischen Episoden, denen aber immer wieder dramatische Teile entgegengesetzt werden.

Die Tondichtung "Tod und Verklärung" von Richard Strauss ist ungefähr zur gleichen Zeit entstanden wie die Symphonie von Dvorak. Trotz aller tonmalerischen Aspekte hat das Stück eine frei gestaltete Sonatenform als Grundlage. Das schwärmerische "Verklärungsthema", das mehrmals anklingt, wird erst im Finale in voller Gestalt ausgebreitet.

Ins frühe 20.Jahrhundert führt uns die Musik zum "Feuervogel", die Strawinsky für die "Ballets Russes" in Paris komponiert hat. Es ist ein farbiges Werk des stilistischen Übergangs: Die Klangwelt Rimskij-Korsakows ist noch deutlich zu vernehmen, andererseits weist das Stück schon auf "Le Sacre du Printemps" voraus, das wenige Jahre später für einen Skandal sorgen sollte. - Drei Meisterwerke, interpretiert von einem der größten Dirigenten unserer Zeit.

(Gabriele Solder)

Service

Diese Sendung wird in Dolby Digital 5.1 Surround Sound übertragen. Die volle Surround-Qualität erleben Sie, wenn Sie Ö1 unter "OE1DD" über einen digitalen Satelliten-Receiver und eine mehrkanalfähige Audioanlage hören.

Playlist

Komponist/Komponistin: ANTONIN DVORAK/1841-1904
Titel: Symphonie Nr.8 G-Dur op.88

* Allegro con brio - 1.Satz
* Adagio - 2.Satz
* Allegretto grazioso - 3.Satz
* Allegro ma non troppo - 4.Satz
Orchester: Wiener Philharmoniker
Leitung: Mariss Jansons
Länge: 38:00 min

Sendereihe

Gestaltung

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Farben einer Zeitenwende

SO | 18 Juni 2017