Ferdinand II., Landesfürst von Tirol

Der Landesfürst. Ferdinand II. von Tirol. Mit Michael Forcher, Historiker und Publizist.
Gestaltung: Hanna Ronzheimer

Er liebte rauschende Feste, heiratete heimlich und war ein leidenschaftlicher Sammler: Erzherzog Ferdinand II. aus dem Hause Habsburg wurde am 14. Juni 1529 als Sohn Kaiser Ferdinands I. in Linz geboren und wuchs in der Innsbrucker Hofburg auf. Bereits in jungen Jahren war er Statthalter von Prag. Vor genau 450 Jahren, im Jahr 1567, zog er als Tiroler Landesfürst in Innsbruck ein.

Neben seinem tiefen katholischen Glauben und der rigorosen Verfolgung Andersgläubiger war er bekannt für einen ausschweifenden Lebensstil nach italienischem Vorbild. Er ließ neue Hofbauten und Tiergärten anlegen, organisierte große Feste und Jagdausflüge. Für seine erste Frau, die Bürgerstochter Philippine Welser, ließ er das prächtige Renaissanceschloss Ambras errichten.

Die Heirat zwischen Ferdinand II. und Philippine Welser war nicht standesgemäß und musste heimlich, ohne die elterliche Zustimmung, stattfinden. Frau und Kinder waren demnach auch von einem Leben in der Innsbrucker Hofburg ausgeschlossen.

Ferdinand II. entwickelte an den Orten seines politischen Wirkens eine ausgeprägte höfische Repräsentationskultur. Als humanistisch gebildeter Fürst trug er wesentlich zur Verbreitung der Renaissance in Mitteleuropa bei.

Schloss Ambras widmet Erzherzog Ferdinand II. noch bis Oktober eine Ausstellung zum 450-jährigen Jubiläum als Tiroler Landesfürst.

Literaturhinweis: Von Michael Forcher ist zuletzt das Buch "Erzherzog Ferdinand II. Landesfürst von Tirol. Sein Leben. Seine Herrschaft. Sein Land" im Haymon Verlag erschienen.

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