Telefon

ORF/URSULA HUMMEL-BERGER

Telefonische Hilfe bei körperlichen und psychischen Problemen

Gesundheits-Hotlines in Österreich

Was tun bei Fieber, Schmerzen oder panikartigen Zuständen in der Nacht? Wohin wenden, wenn man einen Menschen braucht, dem man in einer schwierigen Lebenssituation seine Sorgen anvertrauen möchte? Wer kann einem rasch mal sagen, ob man das verordnete Medikament nun vor, nach oder beim Essen einnehmen soll?
Rund um die Uhr stehen in Österreich Telefon-Beratungen bereit, die hier entweder informieren oder auch weitere erforderliche Schritte in die Wege leiten können.

Eine Nummer für jeden Fall

Während der Rettungsnotruf (144) für medizinische Notfälle zuständig ist, fungiert der Ärztefunkdienst (141) quasi als Hausarzt-Ersatz. Es werden per Telefon medizinische Ratschläge erteilt, bei Bedarf aber auch Ärztinnen und Ärzte auf Hausbesuch geschickt. Die Experten am Telefon sind speziell ausgebildet, um bei den Anrufen zwischen übertriebenen Ängsten oder auch unterschätzten Notfällen unterscheiden zu können.
Eine "Ferndiagnose" darf man sich jedoch nicht erwarten, selbst wenn man einen Arzt am Telefon hat - es werden lediglich "Dringlichkeits-Beurteilungen" durchgeführt.

Neues Service nach internationalem Vorbild

Neu hinzugekommen ist die Gesundheitsnummer (1450), die für Fragen in allen gesundheitlichen Belangen zur Verfügung steht. Die geschulten Pflegefachkräfte der Hotline analysieren mit Hilfe eines Computersystems die Beschwerdebilder der Anruferinnen und Anrufer. Auf diese Weise soll die Dringlichkeit des Falles abgeschätzt werden.
Bei der Gesundheitsnummer hat man sich an internationalen Vorbildern orientiert. Großbritannien, die Niederlande, skandinavische Länder oder die Schweiz haben schon über viele Jahre Erfahrungen mit ähnlichen Systemen gesammelt. Dort zeigte sich, dass es sich bei acht von zehn Anfragen nicht um Notfälle handelt.
Ob dieses Telefonservice wie geplant in der Lage ist, die Spitalsambulanzen zu entlasten, soll in einem zurzeit laufenden Pilotprojekt im Rahmen der Gesundheitsreform in Wien, Niederösterreich und Vorarlberg, evaluiert werden.

Rat bei psychischen und sozialen Problemen

Menschen, die Hilfe im psychosozialen Bereich benötigen, können sich rund um die Uhr an die Telefon-Seelsorge (142) wenden, wo vor allem ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig sind. Unterstützung für Kinder und Jugendliche gibt es bei "Rat auf Draht" (147). Außerdem bieten - von Bundesland zu Bundesland mit unterschiedlichen Telefonnummern - Kriseninterventionsstellen ihre Hilfe an.
In Niederösterreich etwa ist das Krisentelefon der NÖGUS 24 Stunden besetzt. Unentgeltlich und anonym kann man hier sein Herz ausschütten und erhält professionelle Hilfe.

Haben Sie schon einmal die neue Gesundheitsnummer in Anspruch genommen?
Konnte Ihnen bei Ihrem Anliegen geholfen werden?
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Rufen Sie uns an und reden Sie mit! Kostenlos unter 0800/226979.






Service

Dr. in Susanne Herbek
Chefärztin Fonds Soziales Wien/ Gesundheitsnummer 1450
SeniorInnenbeauftragte der Stadt Wien
Guglgasse 7-9
1030 Wien
Tel.: +43/5 05 379 - 66591
E-Mail
Fonds Soziales Wien

MR. Dr. Paul Prem
Arzt für Allgemeinmedizin
Ärztlicher Leiter des Ärztefunkdienstes Wien 141
Friedrich Engels-Platz 15-16/9/1
A-1200 Wien
Tel: +43/1/330 34 43
E-Mail
Wiener Ärztefunkdienst

Nora Emmerson
Sozialpädagogin, Integrative Therapeutin und Krisen-und Notfallberaterin
NÖ Krisentelefon der NÖGUS (Niederösterreichischer Gesundheits- und Sozialfonds)
0800 20 20 16 - kostenlos, anonym und 24 Stunden am Tag

Notrufnummern und Hotlines (Gesundheitsministerium)
Krisennotrufnummern für psychosoziale Probleme
1450 - die schnelle Hilfe am Telefon
Apotheken-Notruf
Psychosozialer Dienst Wien
Start der Gesundheitshotlines
Der Arzt rund um die Uhr
50 Jahre Telefonseelsorge 142

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