Gänsegeier - beeindruckende Aasfresser

Imposante Flieger mit weißem Kopf.
Die Salzburger Zoodirektorin Sabine Grebner über die Gänsegeier.
Teil 1: Der Sprung in die Freiheit.
Gestaltung: Thomas Thaler

Gänsegeier kommen in Österreich nicht als Brutvögel vor, obwohl der Alpenraum prinzipiell ein geeignetes Habitat wäre. Das liegt vor allem an der Tatsache, dass Tierkadaver hierzulande aus Gründen der Seuchenprävention meist schnell entsorgt werden. Dem Gänsegeier, der auf das Aas größerer Tiere spezialisiert ist, fehlt so weitgehend die Nahrung.

Dennoch sind Jungtiere - etwa in den Tauern - regelmäßig im Sommer zu beobachten. Gänsegeier werden erst mit etwa sieben Jahren geschlechtsreif, verpaaren sich dann lebenslang und bleiben ihrem Horststandort treu. Davor legen sie aber weite Wanderungen zurück. Die Geier, die den Sommer in den Alpen verbringen, leben im Winter in Griechenland oder sogar in Afrika.

Abgesehen von den Tauern, gibt es in Österreich zwei spezielle Orte, um wilde Gänsegeier hautnah zu erleben. In der Greifvogel-Station auf Burg Landskron in Kärnten gibt es ein Gruppe frei fliegender Gänsegeier und regelmäßig Nachwuchs.
Auch im Zoo Salzburg finden sich wild lebende Geier zur Fütterung ein. Bis zu acht Tiere überwintern in der Hellbrunner Felswand direkt über dem Zoo. Die beeindruckenden Vögel fliegen, wenn sie hungrig sind, am Besucherweg ein und können hautnah beim Fressen beobachtet werden.
Am benachbarten Untersberg gibt es sogar einen Horst, in dem ein Salzburger Geierpaar regelmäßig erfolgreich brütet.


Service

INTERVIEWPARTNER/INNEN:
Mag. Sabine Grebner
Geschäftsführerin Zoo Salzburg

Dipl. Tzt. Thomas Enders, Wien

Greifvogel-Station auf Burg Landskron, Kärnten


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