Geheimprotestantismus in Kärnten, Caritasaufwand 2016

Caritasaufwand 2016: Fast eine Milliarde Euro +++ Geheimprotestantismus in Kärnten. - Moderation: Roberto Talotta

1. Caritasaufwand 2016: Fast eine Milliarde Euro

Über 900 Millionen Euro - 100 Millionen Euro mehr als 2015 - hat die Caritas Österreich im Vorjahr aufgewendet. Knapp ein Drittel der Mittel kamen dem Bereich "Betreuung, Pflege und Hospiz" zugute. Rund 190 Millionen Euro flossen 2016 in die Betreuung von Menschen mit Behinderungen. Genauso viel (193 Millionen Euro) ging an den Bereich "Asyl, Migration und Integration", was im Vergleich zu 2015 (114 Millionen) und 2014 (68 Millionen) eine erneut deutliche Steigerung darstellt. Den überwiegenden Teil ihrer Mittel, über 570 Millionen Euro, lukrierte die Caritas aus Steuergeld. Die Spendenbilanz beläuft sich 2016 auf knapp 90 Millionen Euro, etwa zehn Millionen mehr als 2015. Das sind etwas weniger als zehn Prozent der Gesamtfinanzierung.


2. Geheimprotestantismus in Kärnten

Der Geheimprotestantismus ist eine wichtige Etappe in der Geschichte der evangelischen Kirche in Österreich. Deshalb heute (10. Juli) in unserer losen Reihe anlässlich des Jubiläums "500 Jahre Reformation durch Martin Luther" ein Blick auf Hermagor im Gailtal in Kärnten. Dort lebten im 17. und 18. Jahrhundert viele Geheimprotestanten, denn die Habsburger bestanden darauf, dass alle ihre Untertanen ausschließlich katholisch sind. Der evangelische Glaube und auch evangelische Bücher waren zu dieser Zeit streng verboten. Der Besitz wurde mit hohen Strafen sanktioniert. Dennoch: Bücher waren weit verbreitet. Ein Bericht von Cornelia Edelmaier und Wolfgang Slapansky.

Am kommenden Donnerstag (13. Juli) gibt es im Gailtaler Heimatmuseum einen Vortrag "Martin Luther - Größe und Grenze" des renommierten Universitäts-Professors Dr. Ulrich Gäbler.

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Caritas Österreich
Gailtaler Heimatmuseum: Vortrag Martin Luther

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