Eine Kollektion von Faserpflanzen

Der Stoff, der aus Pflanzen gemacht ist.
Christina Leitner spricht über die Geschichte natürlicher Textilfasern.
Teil 1: Einsatzbereich und Kulturhistorisches.
Gestaltung: Ilse Huber

Kleid, Hose und Jacke sind nur ein Teil der Textilien. Auch Segel, Taue und technische Gewebe werden aus Fasern gefertigt. Neben tierischen Haaren wie diverse Wollen stammen Garne und Fäden aus pflanzlichen Organen wie Samen, Stängeln und Holz. Viele Hände waren notwendig, um daraus endlose Fäden zu spinnen.
Die Textilkultur hat ein reiches soziales Leben und eine vielfältige Handwerkskunst hervorgebracht. Besonders beim Flachs entwickelte sich ein großes traditionelles Gewerbe. Andere Fasern wie von Hanf oder Brennnessel ergänzten das Angebot.

Ursprünglich waren alle Rohstoffe natürlich, doch mit der Nutzung von Erdöl stieg auch die Menge an künstlich erzeugten Fasern. Zwar dominieren synthetische Fasern immer mehr die Mode, dennoch gibt es auch eine Besinnung auf die natürliche Herkunft. Eine Sonderstellung nehmen die sogenannten Regeneratfasern, also Zellulosederivate aus Holz, ein. Sie werden auch "natürliche Kunstfasern" genannt, weil ihr Ausgangsprodukt natürlich ist, ihre Verarbeitung aber künstlich erfolgt. Auf dem Weltmarkt ist nur die Baumwolle mengenmäßig relevant.

Service

INTERVIEWPARTNERIN:

Mag. Christine Leitner
Textile Kultur Haslach
Stahlmühle 4
A-4170 Haslach

Sommersymposium 2017


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