Mann mit einem operierten Arm im Krankenbett

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Akutschmerzmanagement bei Operationen

Schmerzrisiko Aufwachraum.
Von Margarethe Engelhardt-Krajanek

Für Patienten sind die ersten 24 Stunden nach einer Operation die entscheidenden. Müssen sie unter übermäßig starken Schmerzen leiden, können diese chronifizieren. Bei den rund 1,2 Millionen durchgeführten Operationen pro Jahr, klagen 20 bis 40 Prozent der Patientinnen danach über unverhältnismäßig starke Schmerzen.

Für rund 12.000 werden sie durch eine Operation chronisch. Sehr häufig ist das nach kleinen Eingriffen der Fall, die in der postoperativen Schmerzversorgung oft nicht ernst genommen werden. Die Folgen sind persönliches Leid und eine nachhaltige Beeinträchtigung der Lebensqualität von Betroffenen, andererseits Milliarden an vermeidbaren Kosten für das Gesundheitssystem. - Deshalb haben sich Expert/innen aus den Bereichen Anästhesie, Chirurgie, Schmerzmedizin, Physiotherapie und Pflegewissenschaft zusammengeschlossen und gemeinsam ein Positionspapier verfasst.

Es fordert ein verbessertes perioperatives Schmerzmanagement. Die Organisation und medikamentöse Betreuung rund um eine Operation sollen optimiert, eine genaue Schmerzdokumentation durchgeführt ein Therapie-Monitoring durchgeführt und ein Akutschmerzdienst eingerichtet werden. Modellkrankenhäuser in Wien, Klagenfurt und Horn sind hier federführend.

Service

Österreichische Schmerzgesellschaft

CD "Schmerzen verstehen und verlernen" (Nr. 788)
Erhältlich im ORF-Shop

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