Zerstörtes Gebäude in Wien nach Unruhen 1927

AP

Österreichs Außenpolitik in der Ersten Republik

Vom Frieden von Saint Germain bis zum Verlust der Eigenstaatlichkeit. Mit Arnold Suppan, emeritierter Professor für osteuropäische Geschichte an der Universität Wien.
Gestaltung: Christina Höfferer

Nach dem Frieden von Saint Germain, der das Schicksal der ersten Republik Österreich grundlegend definierte, trafen Hyperinflation und Massenarbeitslosigkeit die Bevölkerung schwer.

Die Regierung suchte Bündnispartner von Berlin bis Rom und konnte schließlich die wirtschaftliche Situation durch eine Völkerbundanleihe, an welche jedoch schwerwiegende Auflagen geknüpft waren, in den Griff bekommen, während sich die innenpolitische Lage zuspitzte. Besonders der Justizpalastbrand von 1927 führte zur illegalen Bewaffnung von Teilen der Bevölkerung, welche sich in den Heimwehren und im Republikanischen Schutzbund zusammenschlossen.

Die Weltwirtschaftskrise der Jahre 1930 bis 1933 brachte auch die größte österreichische Bank, die Creditanstalt, an den Rand des Ruins. Das deutsch-österreichische Zollunionsprojekt scheiterte, ebenso wie das sogenannte "austrofaschistische" Regierungsmodell. Die entscheidenden Vertreter der österreichischen Außenpolitik suchten verzweifelt Allianzen im Spannungsfeld zwischen Mussolini und Hitler, welcher indessen den Anschluss der Alpenrepublik vorbereitete.

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