Florjan Lipuš in Wien & Gerald Preinfalk in Saalfelden

1. Florjan Lipuš im Gespräch
2. Preinfalk eröffnet Jazzfestival Saalfelden

Beiträge

  • Florjan Lipus im Gespräch

    Der Schriftsteller Florjan Lipus gilt als wichtigste literarische Stimme der Kärntner Slowenen. Seit seinem ersten, 1972 erschienenen Roman "Der Zögling Tjaz", schreibt und veröffentlicht er seine Werke ausschließlich in slowenischer Sprache. Die deutsche Übersetzung seines Debüts brachte ihm Anfang der 80er Jahre größere Bekanntheit und Anerkennung im deutschsprachigen Raum. Lipus, 1937 als Sohn Kärntner Slowenen geboren, war sechs Jahre alt, als seine Mutter deportiert und im KZ Ravensbrück ermordet wurde. Sie hatte NS-Soldaten bewirtet, die sich als Partisanen verkleidet hatten. In seinem literarischen Schreiben kommt der Autor immer wieder auf dieses traumatische Erlebnis seiner Kindheit zurück, ebenso wie auf die Kindheit und Jugend in rauer bäuerlicher Umgebung und die schrecklichen Erfahrungen im Internat. Auch im jüngsten Roman "Seelenruhig", der jetzt in deutscher Übersetzung bei Jung&Jung erscheint, behandelt er in gewohnt dichter und knapper Sprache diese frühen autobiographischen Stationen. Heute Abend wird der 80-jährige Schriftsteller daraus zum Abschluss der Veranstaltungsreihe O-Töne im Wiener Museumsquartier lesen.

  • Preinfalk eröffnet Jazzfestival Saalfelden

    In Saalfelden startet heute das 38. Internationale Jazzfestival. Morgen findet dann das offizielle Eröffnungskonzert statt, das traditionellerweise von einem heimischen Künstler bestritten wird. Heuer ist es der Saxophonist Gerald Preinfalk gemeinsam mit dem eigens für dieses Konzert zusammengestellte neunköpfigen Ensemble "Prine-Zone". Gerald Preinfalk, Jahrgang 1971, steht für ein musikalisches Denken, das zwischen Musik der Gegenwart, improvisierter Musik und Jazz keine Trennlinien zieht. Er studierte in Wien bei Wolfgang Puschnig, dann klassisches Saxophon in Paris und am renommierten Berklee College bei George Garzone. Seit 2000 ist er Mitglied des Klangforum Wien, er arbeitete mit den Wiener Symphonikern, dem RSO, parallel in unterschiedlichen Bigbands und Jazzprojekten, unter anderem zusammen mit Georg Breinschmied, Christian Muthspiel oder Alegre Correa. Für Lucia Pulido oder Kurt Ostbahn ging er ins Studio, seit 2011 hat Preinfalk eine Uni-Professur für klassisches Saxophon in Graz, und für das Wiener Volkstheater schrieb er die Musik zu "Peer Gynt", "Hiob" und "Du bleibst bei mir", jeweils in der Regie von Michael Sturminger. Gerald Preinfalk sucht die Kontraste.

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