Moosehead Lake

AP/ROBERT F. BUKATY

Zur Renaissance der Naturschriftstellerei

Nature Writing.
Von Sven Ahnert

Der Tierarzt und Rechtsmediziner Charles Foster wird zum Dachs und frisst Erde und Regenwürmer. Der Abenteurer Roger Deakin durchschwimmt alle Gewässer Englands. Der Schriftsteller Iain Sinclair spaziert auf der Autobahn rund um London. Die Liste dieser "Nature Writer" ließe sich beliebig ausdehnen, denn die Lust auf Wildnis ist im angloamerikanischen Sprachraum seit 200 Jahren ungebrochen.

Mit Henry David Thoreaus Rückzug in eine selbstgebaute Hütte und seinem Essay "Walden" hat alles begonnen. Eine Bibel für Aussteiger/innen und Naturschützer/innen, die zum literarischen Vorbild der Nature Writer wurde. Ein Genre, angesiedelt zwischen Naturkunde und Autobiografie, das ein Stück Wildnis radikal-subjektiv ins Visier nimmt.

Mittlerweile hat sich das Natural Writing auch im deutschsprachigen Raum ausgebreitet. - Was steckt hinter dieser Renaissance? Hat uns die Natur wieder? Geht es um eine neue Aufklärung, um Umweltbewusstsein? Oder bloß um einen literarischen Bio-Trend, um das Symptom einer Lebenskrise einer ganzen Generation.

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