Felix Mitterer

APA/ROBERT JÄGER

"Kein Platz für Idioten" - Ein modernes Volksstück aus Tirol

Museum der Meisterwerke: "Kein Platz für Idioten". Von und mit Felix Mitterer. Mit Albert Peychär, Felix Mitterer, Helmut Haidacher, Margit Hartmann, Helmut Maurer, Franz Paul Mattes, Josef Pittl, Karl Holzer, Gottfried G. Dahlen, Gerti Rathner, Margit Seeber u.a. Regie: Franz Hölbing (ORF Tirol 1976)

Im Jahr 1976 schrieb der damalige Zollbeamte Felix Mitterer für das Landesstudio Tirol sein erstes Hörspiel: "Kein Platz für Idioten". Ein Stück, das - wie viele weitere Arbeiten von Felix Mitterer - einen Außenseiter in den Mittelpunkt stellt.

Der alte Plattl-Hans nimmt einen offenbar geistig und körperlich behinderten Buben zu sich und zieht ihn auf. Es stellt sich heraus, dass der Bub nur anscheinend behindert war; Elternhaus und Schule haben ihn zum Idioten gemacht. Sobald der Plattl-Hans seinen Zögling zu pflegen beginnt, entwickelt der Bub alle von der Umgebung verlangten Eigenschaften. Aber er ist bereits gezeichnet, hat den Stempel des Versagers, das Kreuz der Hilflosen auf der Stirn und wird deshalb - allen Vernunftgründen zum Trotz - aus der Gemeinschaft entfernt ...

Ein Jahr später, 1977, nahm sich die Tiroler Volksbühne Blaas mit Felix Mitterer in der Rolle des Idioten des Stückes an, es wurde ein Riesenfolg, übersiedelte bald darauf nach Wien und wird bis zum heutigen Tag von vielen deutschsprachigen Theatern nachgespielt.

Mit "Kein Platz für Idioten" begann Mitterers Karriere als freier Autor. Felix Mitterer, der sich bis heute stolz und gern als "Tiroler Heimatdichter und Volksautor" bezeichnet, avancierte innerhalb sehr kurzer Zeit zum gefragten Bühnen- und Drehbuchautor. Es folgten "Stigma", "Sibirien", eine große Zahl weiterer Theaterstücke, die "Piefke-Saga" und zahlreiche Drehbücher für die Fernseh-Krimireihe "Tatort". Seinem Grundanliegen ist Felix Mitterer über all die Jahrzehnte treu geblieben: Er kämpft für Menschlichkeit und Gerechtigkeit, und nutzt dafür jene Medien, über die er möglichst viele Menschen zu erreichen vermag: Das Fernsehen, den Film, das Theater - und auch das Hörspiel.

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Gedanken zum Hörspiel

Von Christine Ehardt