Sabine Gruber

Alfred J. Noll, Publizist, Querdenker und Anwalt im Gespräch mit der Schriftstellerin Sabine Gruber.
(Mitschnitt aus dem KlangTheater vom 1. Juni 2017)
Bearbeitung: Haimo Godler

Mit ihren Romanen "Die Zumutung", "Über Nacht", "Stillbach oder Die Sehnsucht" und zuletzt "Daldossi oder Das Leben des Augenblicks" hat sich die in Wien lebende Südtirolerin als immer sorgfältig recherchierende und exakt komponierende Erzählerin erwiesen. Gruber bietet eine Schule des genauen Hinschauens, scheut das Unverbindliche und hält daran fest, dass wir uns nicht im Einerlei der Geschehnisse einfach einrichten dürfen.

Vieles an Grubers Schilderungen ist schmerzhaft, schwer zu ertragen - und besticht zugleich durch Klarheit und Präzision. Sabine Gruber hat 2007 den "Anton-Wildgans-Preis" erhalten und wurde 2016 mit dem "Österreichischen Kunstpreis für Literatur" ausgezeichnet. Mit Alfred J. Noll erörtert sie folgende Fragen: Welchen Zugriff bietet uns die Literatur auf die Wirklichkeit? Ist die realitätsgesättigte Darstellung der Wirklichkeit ein Mittel, uns gegen die Zumutungen der Welt aufrecht zu erhalten? Bieten uns die Figuren der Literatur mit ihren Argumenten und mit ihren Aussagen ein Mittel, die zunehmend unübersichtlicher werdende Welt anschaulich zu halten?

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