Marianne Mendt

APA/GEORG HOCHMUTH

Radiokolleg - Lexikon der österreichischen Popmusik

Marianne Mendt (1), Sigi Maron (2), Kruder & Dorfmeister (3), Voodoo Jürgens (4).
Gestaltung: Astrid Schwarz, Walter Gröbchen, Thomas Mießgang, Al Bird

Im Januar 2017 hat das Radiokolleg eine Langzeit-Serie zur Geschichte der österreichischen Popmusik gestartet. Von "Ambros bis Qualtinger" von "Danzer bis Wanda" wird das Leben und Werk einzelner Musiker/innen und Bands dokumentiert, ihre Bedeutung für die österreichische Musiklandschaft reflektiert und ihr Beitrag zu einer kritischen Gegenkultur gewürdigt.

Alle gesendeten Beiträge landen im akustisches "Lexikon der österreichischen Popmusik" und sind unter Archiv - Lexikon der österreichischen Popmusik nachzuhören.

Marianne Mendt tourte schon Ende der 1960er Jahre als Jazzsängerin und Bassistin mit ihrer Band "The Internationals" erfolgreich durch die Lande. Schlagartig berühmt wurde die damals 25-jährige Wienerin als ihr Gerhard Bronner 1970 den Text für "Wie a Glock´n, die 24 Stunden läut" schrieb und sie mit ihrer hellen Stimme das Publikum des TV-Hauptabendprogramms begeisterte. Noch im selben Jahr veröffentlichte sie das gleichnamige Album, auf dem sie auch Klassiker wie "Mercy Mercy Mercy" oder "Spinning Wheel" in Wiener Mundart interpretierte. Marianne Mendt ebnete damit als eine der Ersten der Dialektwelle im deutschsprachigen Pop den Weg. Nicht nur Georg Danzer und André Heller waren prägende Wegbegleiter- Wolfgang Ambros nannte sie gar "Mutter des Austropop". Marianne Mendt ist heute nicht nur eine der renommiertesten Jazzsängerinnen Österreichs, sie ist auch mit dem 2005 von ihr ins Leben gerufenen MM Jazzfestival in der Nachwuchsförderung aktiv.

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