Franz Schuh

APA/HERBERT NEUBAUER

Franz Schuh über Wege und Umwege zum Glück. Wiener Vorlesungen in den "Passagen"

Hubert Christian Ehalt im Gespräch mit dem Schriftsteller, Essayisten und Kulturphilosophen Franz Schuh.
(Mitschnitt aus dem Großen Sendesaal vom 23. Mai 2017)
Bearbeitung: Robert Weichinger

In seinem Kultbuch "Anleitung zum Unglücklichsein" hat Paul Watzlawick 1983 die Alltagsweisheit, dass für den Menschen nichts schwerer zu ertragen ist, als eine Reihe von guten Tagen, auf einen psychoanalytischen und -therapeutischen Punkt gebracht. Watzlawick hat aus den Geschichten der Vergangenheit, aus literarischen Vorlagen und aus seiner Praxis eines definitiv gelernt: Die Menschen wollen glücklich sein und kommen in die Therapie, wenn sie es nicht sind. Da eine Anleitung zum Glücklichsein auf der Grundlage jeder Empirie der menschlichen Gesellschaft unmöglich ist, weil man Glück nicht positiv definieren kann, macht der Autor den Umweg über die paradoxe Anleitung zum Unglücklichsein.

Seit dem Tod Watzlawicks 2007 entwickelte Franz Schuh zuerst in der Sendung "Exlibris" und seit 2011 in einer eigenständigen Glosse in Ö1 seine Überlegungen zum Glück bzw. Unglück. Franz Schuh ist im Hinblick auf das Glück ein legitimer Nachfolger von Paul Watzlawick. Nun wurde er mit dem "Paul Watzlawick Ehrenring" der Ärztekammer für Wien ausgezeichnet. Hubert Christian Ehalt spricht mit Franz Schuh, dessen neues Buch das Thema "Fortuna" behandelt, über die Glücksfähigkeit des Menschen, die Barrieren, die auf dem Weg zum Glück liegen, und warum es paradoxer Anleitungen bedarf, um das Glück zu erkennen und zu finden.

Sendereihe

Übersicht