Sigi Maron

ORF/JOHANNES CIZEK

Radiokolleg - Lexikon der österreichischen Popmusik

Marianne Mendt (1), Sigi Maron (2), Kruder & Dorfmeister (3), Voodoo Jürgens (4).
Gestaltung: Astrid Schwarz, Walter Gröbchen, Thomas Mießgang

Im Januar 2017 hat das Radiokolleg eine Langzeit-Serie zur Geschichte der österreichischen Popmusik gestartet. Von "Ambros bis Qualtinger" von "Danzer bis Wanda" wird das Leben und Werk einzelner Musiker/innen und Bands dokumentiert, ihre Bedeutung für die österreichische Musiklandschaft reflektiert und ihr Beitrag zu einer kritischen Gegenkultur gewürdigt.

Alle gesendeten Beiträge landen im akustisches "Lexikon der österreichischen Popmusik" und sind unter Archiv - Lexikon der österreichischen Popmusik nachzuhören.

Sigi Maron ist als prototypischer politischer Liedermacher in die Austropop-Historie eingegangen. 1944 in Wien geboren, wuchs Maron mit sechs Geschwistern in Gneixendorf bei Krems auf. Die Unbill diverser Krankheiten, Lebens-Handicaps und Alltagswidrigkeiten im Rollstuhl bewältigend, reifte er im Umfeld der "Arena"-Bewegung in den siebziger Jahren zum sozialkritischen Liedermacher heran. In Zusammenarbeit mit den Schmetterlingen, später mit dem Kevin Coyne-Produzenten Bob Ward und dem bayerischen Liedermacher Konstantin Wecker schuf er zeitlos gültige Meisterwerke wie "He Taxi", "5 vor 12" oder "Unterm Regenbogen". Die Single "Geh' no net fort" rangierte 1985 zehn Wochen lang in den Charts. Maron galt abseits solcher Erfolge konsequent als einer der herausragendsten und prominentesten Vertreter der heimischen Protestsong-Szene. Er verstarb im Juli 2016, sein Nachruhm wird von Musikern wie Ernst Molden, Der Nino aus Wien oder Robert Rotifer befördert.

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