Sportlerinnen, Pflanzengifte, Medizin-Campus

Forschung zum Image von Frauen im Sport +++ Entdeckung von Wiener Forscherin könnte Rizin-Gegengift ermöglichen +++ Wie Perlhirse der Dürre trotzt +++ Medizin-Uni Wien will Grundlagenforschung bündeln

Forschung zum Image von Frauen im Sport

Mit dem Spiel in Serbien steigt das Frauen-Nationalteam heute Abend in die Qualifikation für die Weltmeisterschaft-Endrunde 2019 in Frankreich ein. Spätestens seit der WM im Sommer begeistert das Team viele Menschen; zuvor hatten manche Frauen im Fußball belächelt. Auch Leichtathletinnen oder Extrembergsteigerinnen hatten es in der Vergangenheit schwer. Unter anderem über das Image von Frauen im Sport berichten Forscherinnen derzeit bei einer Tagung in Wien.
Gestaltung: Ruth Hutsteiner
Mit: Martina Gugglberger, Historikerin Universität Linz


Entdeckung könnte Rizin-Gegengift ermöglichen

Das Pflanzengift Rizin zerstört in menschlichen Zellen die Protein-Fabriken, die Ribosomen; und kann so innerhalb von zwei bis drei Tagen tödlich sein. Nun hat ein Wiener Team einen Weg gefunden, wo ein Gegengift ansetzen könnte. Das Institut für Molekulare Biotechnologie IMBA hat nämlich zwei Gene ausgemacht, die Rizin für uns tödlich machen (sie regulieren den Zucker-Stoffwechsel der Zellen und schaffen damit dem Gift Zugang in die Zellen).


Wie Perlhirse der Dürre trotzt

Perlhirse ist laut Schätzung ein Grundnahrungsmittel für 90 Millionen Menschen. Sie hat einen für Getreide hohen Eiweißgehalt von neun bis 18 Prozent und hält Temperaturen bis zu 42 Grad Celsius stand. Wie Perlhirse das macht, hat nun ein Team der Uni Wien geklärt. Das Wissen soll es ermöglichen, die Eigenschaft, Trockenheit und Hitze auszuhalten, auf andere Pflanzen zu übertragen - berichtet heute science.ORF.at.


Medizin-Uni Wien will Grundlagenforschung bündeln

Die Medizin Uni Wien erhält einen zusätzlichen Gebäudekomplex; "Campus Mariannengasse" genannt. Hier soll Grundlagenforschung gebündelt werden - 700 Forscher/innen aus derzeit verstreuten Standorten sollen zusammenziehen. Dazu wird nicht völlig neu gebaut, sondern ein Gebäudekomplex nahe des Wiener AKH umgebaut und adaptiert. Einzug ist in acht Jahren geplant.


Redaktion: Barbara Riedl-Daser

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