Halal, koscher und der Markt dahinter

Während koschere Lebensmittel für gläubige Juden streng kontrolliert werden, gilt das für Halal-Lebensmittel für Muslime nur bedingt. Über Etikettenfragen und dubiose Geldflüsse am boomenden Markt für religiös kontrollierte Nahrungsmittel.

Religiöse Speisevorschriften haben Juden wie Muslime. Was koscher ist, ist detailliert geregelt. Was halal ist, indes nicht. Es gibt keine einheitliche Norm - auch wenn das halal-Komitee im Normungsinstitut "Austrian Standards" eine solche schaffen wollte. Die stark wachsende Zahl der Muslime macht halal zu einem riesigen Markt. Die Muslime vertrauen auf entsprechende halal-Zertifizierungen. Doch nicht überall wo halal drauf steht, ist auch halal drin. Doch weit gefährlicher als ein falsches Label ist das Geld, das mit den Zertifizierungen verdient wird und radikal-islamistischen Gruppierungen wie der Muslimbruderschaft zugute kommt. Denn halal ist Teil der Scharia, des islamischen Rechtssystems, und damit des politischen Islam. Mit Speisevorschriften lässt sich gutes Geld verdienen - ob bei gläubigen Juden oder Muslimen, wobei sich die Vorschriften durchaus überschneiden.

Gestaltung: Alexander Musik

Moderation und Redaktion: Xaver Forthuber

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