Die Roboter kommen

Zur Beziehungsgeschichte von Mensch und Maschine
Von Hanna Ronzheimer

1967. Das war das Jahr, in dem die japanische Automobilfirma Nissan erstmals einen Industrieroboter einsetzte und das Schachprogramm "Mackhack" zum ersten Mal an einem Amateurturnier teilnahm und dabei in fünf Partien immerhin ein Remis erreichte. - Nach einem halben Jahrhundert haben Robotik und Künstliche Intelligenz große Fortschritte gemacht. An der Schwelle zur Industrie 4.0 schuften lernfähige Roboter zu Tausenden in Fabrikhallen, betreuen Serviceroboter ältere Menschen, präsentiert ein Roboter die TV-Nachrichten - und im Schach geht kaum mehr ein Duell gegen menschliche Großmeister verloren.

Da regt sich bei manchen Unbehagen: Ist die Maschine heute mehr Konkurrent als Kollege? Nimmt uns der Roboter Arbeit nicht nur ab, sondern auch weg? - Dass die Gesellschaft neue Gesetze und ethische Regeln im Umgang mit immer autonomer handelnden Maschinen braucht, scheint unbestreitbar. Anderenfalls könnte es im Jahr 2067 nicht mehr so eindeutig sein, wer auf diesem Planeten wen unterstützt: Die Maschine den Menschen - oder umgekehrt.

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