Allein mit Kind.

Über das Leben in Ein-Eltern-Familien.
Gäste: Ulrike Zartler, Soziologin von der Universität Wien und Jana Zuckerhut, Österreichische Plattform für Alleinerziehende
Moderation: Natasa Konopitzky.
Anrufe kostenlos aus ganz Österreich unter 0800 22 69 79

"Ein-Eltern-Familien werden oft als 'Mängelfamilien' wahrgenommen", sagt die Soziologin Ulrike Zartler. Obwohl sich in den letzten Jahrzehnten die Definition von Familie durch steigende Scheidungsraten und die Zunahme nichtehelicher Lebensgemeinschaften verändert hat, ist das Ideal von der Kernfamilie weiter präsent.

94 Prozent der Alleinerziehenden sind weiblich. Zeit-, Geldnot und Dauerstress bestimmen den Alltag. 42 Prozent der Alleinerziehenden sind armutsgefährdet. Nur die Hälfte der Ein-Eltern-Familien kann sich pro Jahr eine Woche Urlaub leisten. 23% müssen aus finanziellen Gründen darauf verzichten, neue Kleidung zu kaufen. 9% der Alleinerzieherinnen können es sich nicht leisten, das Haus bzw. die Wohnung ausreichend zu heizen.

Aber es gibt auch neue Bewältigungsstrategien, wie zum Beispiel gemeinschaftliches Wohnen für getrennte Eltern. In der Alleinerziehenden-Wohngemeinschaft leben zwei oder mehrere Alleinerziehende mit ihren Kindern zusammen und versuchen sich gegenseitig bei der Bewältigung des Alltags zu entlasten. Der Verein Juno hat in Wien drei neue Wohnprojekte initiiert, die sich an den Bedürfnissen von Ein-Eltern-Familien orientieren.

Die Redaktion freut sich über Fragen und Gedanken zum Thema: Sie erreichen uns per Mail an punkteins(at)orf.at oder live während der Sendung unter der Telefonnummer 0800 22 69 79 - kostenlos aus ganz Österreich.

Service

Österreichische Plattform für Alleinerziehende
JUNO - Zentrum für Getrennt- und Alleinerziehende

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