Von Buchecker bis Weißdorn

Farbenfroh, schmackhaft und vitaminreich.
Der Biologe Franz Stürmer über die wilden Früchte des Herbstes.
Teil 2: Der Wacholder
Gestaltung: Nora Kirchschlager

Die meisten Feldfrüchte sind nun, Ende September, eingeholt, und auch die Obstbäume, die noch vor kurzem schwer mit Äpfeln, Birnen und Zwetschken behangen waren, stehen wieder in ihrem schlichten Blattkleid.

Jetzt ist die Zeit der wilden Herbstfrüchte. Eine von ihnen leuchtet uns vielerorts bereits von weitem entgegen: die Hagebutte. Man kann daraus nicht nur Tee oder Vitamin-C-reiche Marmelade kochen. Ihre mit Härchen umgebenen Fruchtkerne eignen sich auch hervorragend als Juckpulver. Äußerlich der Hagebutte recht ähnlich ist der Weißdorn. Ein Tee, sei es aus den Blättern, Blüten oder Früchten, stärkt die Kontraktionskraft des Herzens und hilft auch bei leichten Herzrhythmusstörungen. Die Weißdorn-Früchte sind außerdem ein wichtiges Nahrungsmittel für Vögel im Winter, ebenso wie die Hagebutte und der Wacholder. Der Strauch mit den schwarz-blauen Früchten ist in unserer Landschaft rar geworden. Am ehesten findet man ihn im Gebirge. Der "Kranewitt" ist fixer Bestandteil deftiger österreichscher Gerichte und er wirkt harntreibend und durchspülend, sprich er eignet sich für Harnwegs- und Gelenkserkrankungen.

Im Herbst haben nicht zuletzt die Nüsse und andere "Harte" Hochsaison. Haselnüsse, mit denen man Weihnachtskekse backen kann, aber auch Eicheln und Bucheckern. Aus beiden machte man früher in Kriegszeiten Mehl, mit den Eicheln sogar Kaffee.

Service

INTERVIEWPARTNER:
Dr. Franz Stürmer
Obmann des Vereins Weinviertler Kräuterakademie
Oswald Kabasta Straße 25
A-2030 Mistelbach

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