Mikrofone verschiedener Fernsehsender

APA/HELMUT FOHRINGER

Medien-Wahlkampf oder Wahlkampfmedien?

Dreißig TV-Duelle, drei Elefantenrunden, eine Vielzahl von Talk-Formaten mit den Spitzenkandidaten und Dutzende Umfragen, die in den Medien abgehandelt werden. Dient das alles noch der Information für die Wähler und Wählerinnen oder ist das in erster Linie Show und Selbstzweck der Medien, die Quoten und Auflagen steigern wollen? #doublecheck ist dieser Frage nachgegangen und zeigt auch die versteckten Strategien hinter diesem von vielen als Overkill empfundenen medialen Dauerfeuer auf.

In der Sendung darf auch eine Einschätzung der medialen Enthüllungen in der Causa Silberstein nicht fehlen, die die SPÖ in der Endphase des Wahlkampfs massiv in Bedrängnis bringen, aber auch medienethische Fragen aufwerfen. Inwiefern machen sich Medien hier zu Erfüllungsgehilfen, wie sehr lassen sie sich instrumentalisieren?

Das Match hinter dem Match um TV-Duelle

Die Parteien bewerten die Fülle von Wahlkonfrontationen im Fernsehen unterschiedlich. Nur in Österreich gibt es diese Duelle jeder gegen jeden, diesmal sogar doppelt und dreifach - weil neben dem ORF, der das seit Jahrzehnten macht, auch die Privatsender solche Formate anbieten. Die Reichweiten geben den Privaten recht, die Reaktionen lassen auf Strategien dahinter schließen. Hier wird auch handfeste Medienpolitik gemacht.

Wer aus den Umfragen-Flops gelernt hat

Vor allem die Zeitungen publizieren in diesem Wahlkampf Umfragen, als hätte es die Flops der jüngeren Vergangenheit - etwa vor der Wiener Gemeinderatswahl 2015 und der ersten Runde der Bundespräsidenten-Wahl im Vorjahr - nie gegeben. Meinungsforscher und Medien haben aus den Schlappen ihre Lehren gezogen. Allerdings nicht alle.

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