Studentinnen bei einer Aufnahmeprüfung zum Medizinstudium

APA/HERBERT PFARRHOFER

Zwischen Servus und Tschüss

Deutsche an österreichischen Universitäten
Von Tanja Malle und Lukas Wieselberg

Jede/r vierte Professor/in an den österreichischen Universitäten kommt aus Deutschland. Insgesamt forschen und lehren hierzulande 4.269 Deutsche, heißt es in einer Analyse der beiden Forscher Heinz Fassmann und Nadine Shovakar für die Österreichische Universitätenkonferenz. Sie gelangen darin zu dem Schluss: "Internationalisierung beim wissenschaftlich-künstlerischen Personal heißt tatsächlich in sehr vielen Fällen 'Germanisierung'".

So werden die österreichischen Zeitgeschichtsinstitute mehrheitlich von deutschen Vorständen besetzt, einige davon arbeiten kaum bzw. gar nicht zu Österreich. Dazu kommt: Viele deutsche Professor/innen nutzen den Aufenthalt in Österreich als Sprungbrett für ihre weitere wissenschaftliche Karriere und verlassen die österreichischen Universitäten nach wenigen Jahren wieder, die Fluktuation ist hoch.

Ähnliche Probleme gibt es auch in anderen Fachbereichen - Wer diese Entwicklung kritisiert, wird schnell mit dem Provinzialismus-Vorwurf konfrontiert und (zurecht) darauf hingewiesen, dass an den Universitäten über Jahrzehnte berüchtigte "Hausbesetzungen" vorgenommen worden sind, die nicht gerade Innovation zur Folge hatten.

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