Lamas auf der Weide

APA/TIERGARTEN WALDING

Neuwelt-Kamele in Österreich

Gerhard Rappersberger züchtet Lamas im Mostviertel.
Teil 4: Ein Besuch bei der Herde
Gestaltung: Ilse Huber

Lamas, Alpacas, Vicunjas und Guanakos sind die höckerlosen Kleinkamele der Anden. Sie sind mit den "Altweltkamelen" allerdings kreuzbar, wie ein arabischer Scheich bewies. Für seine Rennkamelzucht kreuzte er ein Guanako mit einem Kamel, das zum sogenannten Kama geworden ist.

Nicht nur für Kamelrennen in der Wüste sind sie begehrt, sondern sogar im alpinen Österreich werden sie als landwirtschaftliche Nutztiere anerkannt: Alpacas bringen Wolle, Lamas fressen Gras und können mit einem entsprechenden Unterstand das ganze Jahr über draußen gehalten werden. Sie halten die Wiesen von Gehölzen frei und treten auch auf steilem Gelände sanft auf.

Bei geführten Wanderungen tragen Lamas Rucksäcke und anderen Ballast, das mag mit ein Grund sein, warum die Individuenzahl in Österreich in den letzten 20 Jahren enorm gestiegen ist. Von Vorarlberg über Osttirol, dem Waldviertel bis in die östliche Thermenregion kann man immer öfter Lamas bewundern, rund 6000 Tiere haben eine neue Heimat in Österreich gefunden.

Auch wenn sie mit ihren großen Augen, ihren langen Wimpern und ihrer attraktiven Fellzeichnung zum Kuscheln einladen, sind sie noch immer Fluchttiere, die die Nähe des Menschen und seine Streicheleinheiten nicht brauchen.

Service

Kontakt:

Gerhard Rappersberger
Lamawanderland
A-3281 Oberndorf/Melk

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