Franz Vranitzky im Gespräch mit Renata Schmidtkunz

ORF/JOSEPH SCHIMMER

"Die politische Führungsaufgabe besteht nicht darin, Nervositätsvermehrer zu sein."

Renata Schmidtkunz im Gespräch mit Franz Vranitzky, ehem. Bundeskanzler der Republik Österreich

Wenn Österreich auf der Suche nach einem Elder Statesman ist, so hat es ihn in Franz Vranitzky gefunden. Der 1937 geborene Wiener war von 1986 bis 1997 österreichischer Bundeskanzler und ist somit der älteste noch lebende Bundeskanzler.

In seiner Amtszeit fiel der eiserne Vorhang und Österreich trat der Europäischen Union bei. Darüber hinaus war er der erste Bundeskanzler Österreichs, der die Mitschuld der Österreicher an den Verbrechen der NS-Zeit und ihren Folgen eingestand. In seiner Partei, der SPÖ, erinnert man sich noch an die sogenannte "Vranitzky-Doktrin": keine Koalition mit der FPÖ.

Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz anlässlich seines 80. Geburtstages spricht der ehemalige Bundeskanzler über seine Zeit am Ballhausplatz, die Fehler der Sozialdemokratie und wie sich Politik und Gesellschaft seither verändert haben.

Service

Franz Vranitzky, Peter Pelinka, "Zurück zum Respekt: Überleben in einer chaotischen Welt", September 2017, edition a

Iris Ullmann, "Causa Austria: Haider - Vranitzky - Schüssel. Eine Studie zu political leadership", Studien zur politischen Wirklichkeit, 23, Braumüller, Wien 2009

Claudia Knehs-Vranitzky, Peter Gross, Stephan Maxonus, Rupert Weinzierl (Hg.), "Ein großer Europäer. Weggefährten über Franz Vranitzky", Löcker Verlag, Wien 2007

Franz Vranitzky, Rupert Weinzierl (Hg.), "Europa braucht wieder Politik", Löcker Verlag, Wien 2005

Franz Vranitzky, "Politische Erinnerungen", Paul Zsolnay Verlag, Wien 2004

Günther Bischof, Anton Pelinka, Ferdinand Karlhofer (Hg.), "The Vranitzky Era in Austria" - Contemporary Austrian Studies Volume 7, English, New Brunswick, New Jersey 1999

Hubertus Czernin, "Der Haider-Macher. Franz Vranitzky und das Ende der alten Republik", Ibera & Molden, Wien 1997

Rudolf Semotan und Katharina Krawagna-Pfeifer, "Die Vranitzky-Jahre", Austria Medien Service 1996

Florian Langenscheidt (Hg.), "Bei uns zu Hause. Prominente erzählen von ihrer Kindheit", Selbst-Porträt der Kindheit und Jugend von Franz Vraniziky, Econ Verlag, Düsseldorf 1995

Franz Vranitzky und Armin Thurnher (Hg.), "Franz Vranitzky im Gespräch mit Armin Thurnher", Eichborn Verlag, 1992

Hans Rauscher,"Vranitzky. Eine Chance", Verlag Ueberreuter, Wien 1987

Friedrich Weissensteiner, Erika Weinzierl (Hg.): "Die österreichischen Bundeskanzler. Leben und Werk", Hauptband mit Ergänzungsheft, Österreichischer Bundesverlag 1983

Am 22. Oktober starten Ö1 und das Theater in der Josefstadt in Wien mit einer Matinée im Theater, eine Gesprächsreihe unter dem Titel "Zeitgenossen im Gespräch". Der erste Gast ist die Politologin und Publizistin Ulrike Guérot. Mit ihrer Streitschrift "Der neue Bürgerkrieg. Das offene Europa und seine Feinde" hat sie sich kräftig in den politischen Diskurs um die Zukunft Europas eingemischt.
Die Matinée beginnt um 11.00 Uhr, Karten gibt es an den Tageskassen und per Internet.
Theater in der Josefstadt

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