Roboter

AP/LI XIAOFEI

Humanismus. Transhumanismus. Posthumanismus

Humanismus. Transhumanismus. Posthumanismus
Gestaltung: Elisabeth J. Nöstlinger

Die unerträgliche Leichtigkeit des Cyber-Seins ist verführerisch.
Avatare ermöglichen vielfältige Persönlichkeitsvorstellungen, Cyborgs eröffnen die Welt der Mischwesen, Zombies die Realisierung von Frankenstein, und Klone versprechen das ewige Leben. Es lebe das multiple Selbst!

Lange Zeit wurde der humanistisch gebildeten Mensch als weiß, männlich, selbstbewusst, rational und eurozentristisch beschrieben. Nun hat er einem nomadischen Menschenbild Platz gemacht. Nicht mit sich selbst identisch, kollektiv und kosmopolitisch, ist es vielfältig vernetzt. Mit Menschen und der Natur. Im Zentrum der "Posthumanen Verwicklung" (so die Philosophin Rosi Braidotti) steht die menschliche Weiterentwicklung. Robotik, Prothesentechnik, Neurowissenschaften bis hin zu biogenetischem Kapital und wolkigen New Age Visionen sind die Hilfsmittel eines Transhumanismus und einer Technotranszendenz.

Elisabeth J. Nöstlinger geht mit den Diskussionsteilnehmern des City Science Talks der Frage nach, was vom traditionellen Humanismus geblieben ist und was denn das Posthumane sei: Eine Herausforderung für die Kulturtheorie, oder nur der letzte Schrei in einer Serie modischer "Post"ismen?

Service

Literatur:

Rosi Braidott, Posthumansmus. Leben jenseits des Menschen, Campus
Julian Nida-Rümelin, Humanistische Reflexionen, Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft
Yuval Noah Harari, Homo Deus, Eine Geschichte von Morgen, C. H. Beck

Sendereihe