Ausgrabungen im Marchfeld-Schnellstraße, Skelette

ASFINAG

Ton, Steine, Skelette

Archäolog/innen auf dem Schlachtfeld
Von Marlene Nowotny

Im Juli 1809 treffen bei einer der größten Schlachten der Napoleonischen Kriege 300.000 Soldaten aufeinander. Zwei Tage dauert die "Schlacht bei Wagram", in der die österreichischen Truppen unter Erzherzog Karl letztlich unterliegen. 78.000 französische und österreichische Soldaten fallen bei dieser Auseinandersetzung. Viele Leichen wurden an Ort und Stelle beerdigt, das zeigen Grabungen, die derzeit im Marchfeld, rund um die Orte Deutsch-Wagram und Parbasdorf, stattfinden.

Grund dafür ist der Bau der Marchfeld-Schnellstraße. Der kann nur beginnen, wenn klar ist, was sich unter der Pendlerroute verbirgt. Neben Projektilen und anderen militärischen Ausrüstungsgegenständen sind die Archäologinnen und Archäologen auch auf interessante Strukturen im Boden gestoßen, die sie jedoch noch nicht zuordnen können.

In Kooperation mit Kolleg/innen aus der Anthropologie und Geschichte arbeiten sie daran, die zahlreichen Skelettfunde zuzuordnen und das Schlachtfeld samt Lagern, Lazaretten und Grabstätten zu analysieren. Damit betreten sie archäologisches Neuland, da bis jetzt kein Schlachtfeld in Österreich für umfassende Grabungen zugänglich gewesen ist.

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