Radiokolleg - Das ABC der Finanzwelt

P wie Portfolio (2). Gestaltung: Juliane Nagiller

Ohne Wissen über die Finanzwelt lässt sich die Welt von heute nicht mehr verstehen. Die Radiokollegreihe "Das ABC der Finanzwelt" greift ausgewählte Börsenbegriffe auf und blickt hinter die Fachtermini. In der Staffel mit den Buchstaben O bis Q geht es um Begriffe wie Over the Counter, Portfolio und Quants. Alle bislang gesendeten Beiträge stehen von "A wie ATX bis Z wie Zinsen" als offene Bildungsressource unter http://oe1.orf.at/archiv_abcfinanzwelt zur Verfügung.

Transaktionsregister eingeführt, um Transparenz herzustellen.
Unter P wie Portfolio werfen wir einen Blick auf gebündelte Vermögenswerte. Wie viel und welche Wertpapiere soll man bündeln, um ein optimales Portfolio zu besitzen? Dieser Frage ging der US-amerikanische Ökonom Harry M. Markowitz bereits in den 1950er Jahren nach. Wird das Vermögen auf verschiedene Anlageformen aufgeteilt, minimiert sich das Risiko und wirkt sich positiv auf die Rendite aus, konnte Markowitz feststellen. Investiert man beispielsweise nur in Werte der Autoindustrie, ist das Portfolio sehr anfällig für branchenspezifische Entwicklungen. Streut man hingegen die Wertpapiere über verschiedene Branchen oder Regionen reduziert man dieses Risiko. In der Fachsprache spricht man von Wertpapieren mit gegenläufiger Korrelation. Harry M. Markowitz entwickelte eine mathematische Methode, um effiziente Portfolios zu berechnen und erhielt dafür den Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften. Wie wird ein Chancen-Risiko-Profil erstellt? Kann man ein Portfolio auch gegen systemische Risiken absichern? Und verhalten sich Menschen am Finanzmarkt immer rational?

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