Renate Bertlmann

APA/HANS PUNZ

Radiokolleg - Positionen in der Kunst

Renate Bertlmann: Rebellion mit Ironie;
Gottfried Bechtold (2), Selda Asal (3), Damien Hirst (4)

"Warum malt sie keine Blumen?" war 1973 der Titel ihres feministischen Pamphlets, voller Ironie und Humor, der ihr gesamtes weiteres Schaffen auszeichnen sollte. Renate Bertlmann ist eine der Pionierinnen der feministischen Avantgarde. Sie machte Kunst, die aufregte: Brüste mit Messern, schmusende Kondome, Bilder von männlichen Genitalien, Vergewaltigung einer Kleiderpuppe. Alles rund um Sexualität ist ihr Thema, um auf sexuelle Gewalt, Patriarchat und Unterdrückung aufmerksam zu machen. Bertlmann beteiligte sich auch aktiv an feministischen Gruppen, die feministische Bewegung bezeichnete sie als ihre eigentliche Inspirationsquelle. Die Machos der Wiener Aktionisten interessierten sie nicht. "Wir waren mehr als Aktionisten, wir waren Aktionistinnen!", sagte sie einmal. Erfolgreich war Bertlmann vor allem im Ausland, nun wird sie gerade in Österreich wiederentdeckt, Renate Bertlmann erhielt den Großen Österreichischen Staatspreis 2017.
Gestaltung: Ulrike Schmitzer

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