#metoo: Kein Kompliment für die Debatte im Netz

Unter dem Stichwort #metoo brechen derzeit abertausende Frauen ihr Schweigen zu sexuellen Übergriffen. Ausgelöst wurde die Debatte auf Twitter, und nun tobt in den sozialen Netzwerken seit Wochen eine Debatte mit heftigem Gegenwind - auch von Frauen. Von einer Art Tugendterror ist die Rede, oder wie Schauspielerin Nina Proll auf Facebook es zuspitzte: "Am besten wir verbieten Männer". Beschimpfungen und Verunglimpfungen gehen im Netz leicht von der Hand. Aber auch Vorverurteilungen. Nicht zuletzt bleibt der Eindruck, so manche Frau und mancher Mann profilieren sich mit dem Thema.

Große Emotionen ziehen eben im Netz. Macht das eine differenzierte Debatte zum sensiblen Thema sexuelle Belästigung unmöglich? Erzeugt all das mediale Rauschen vielleicht sogar einen Gegentrend?

Darüber diskutieren:
Angelika Hager, profil
Eva Rossmann, Autorin
Sabine Wagner-Steinriegl, Gleichbehandlungsanwaltschaft

Diskussionsleitung: Nadja Hahn

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