AP/CHRISTOPHE ENA
Ö1 Kunstsonntag: Zeit-Ton extended
Genügsamkeit, Bescheidenheit und Intensität: "Fié ma fié" von Dhafer Youssef
Oud, Stimme und frei schwebende Klänge. Dhafer Youssef spielt "Fié ma fié". Gestaltung: Astrid Schwarz
12. November 2017, 22:08
Die Wüste oder vielleicht ein Wüstenteppich klingt in der Komposition "Fié ma fié" des in Persien geborenen Komponisten Nader Mashayeki nach, wenn der gebürtige Tunesier, Oud-Spieler und Sänger Dhafer Youssef auf seinem Instrument improvisiert. "Fié ma fié" erzählt von Genügsamkeit, Bescheidenheit, keine großen Gesten sind nötig um Intensität entstehen zu lassen. Frei schwebende Klänge orientalischen Ursprungs und zugleich ein Bekenntnis zur kompositorischen Ästhetik des Westens. Nader Mashayeki studierte bei Roman Haubenstock-Ramati Komposition in Wien wo er Dhafer Youssef kennenlernte, der lange Zeit ebendort lebte. Youssefs Musik ist in der Sufi-Tradition verwurzelt, jedoch offen für und verändert durch andere Einflüsse, wie dem Jazz.
Sendereihe
Gestaltung
- Astrid Schwarz
Übersicht
Playlist
Komponist/Komponistin: Dhafer Youssef
Album: HOT ROOM
Titel: Who's that fucking bloody singer ?/live
Solist/Solistin: Dhafer Youssef /Ges., Oud
Länge: 05:31 min
Label: Extraplatte 3932
Komponist/Komponistin: Dhafer Youssef
Album: HOT ROOM
Titel: Anouar par hasard/instr./live
Solist/Solistin: Dhafer Youssef /Oud
Länge: 03:00 min
Label: Extraplatte 3932
Komponist/Komponistin: Nader Mashayekhi
Titel: (PS06/MA5672/2) Fiè ma fiè(2) für Orchester & improvisierendes Oud (2002, UA)
Leitung: Johannes Wildner
Solist/Solistin: Dhafer Youssef, Oud
Ausführende: Wiener Jeunesse Orchester
Länge: 27:20 min
Label: Edition Zeitvertrieb Wien-Berl