Illustration zum Thema Kopftuch-Emoji

APA/HELMUT FOHRINGER

Emoji-Empörung

1. Wie ein Kopftuch-Bildchen das Netz aufregt
Gestaltung: Julia Gindl
2. Googles Innovationsschmiede. Ein Besuch im europäischen Hauptquartier in Zürich.
Gestaltung: Sarah Kriesche
3. IT-Panne. Estland muss fast eine Million digitale ID-Karten sperren.
Gestaltung: Carsten Schmiester

1. Eine Schülerin aus Wien steht heuer auf der Liste der 30 einflussreichsten Teenager des Time-Magazin: Rayouf Alhumedhi hat das erste Kopftuch-Emoji für das Smartphone initiiert. Vor einem Jahr hat die 16 Jährige Schülerin der Vienna International School den Vorschlag beim internationalen Unicode-Konsortium eingebracht, jetzt ist der Hidschab für SMS- oder WhatsApp-Nachrichten auf unseren Handys verfügbar. Das neue Emoji hat zu einer Welle von Hass und Beschimpfungen in den sozialen Medien geführt. Julia Gindl hat sich die Themenkarriere des polarisierenden Bildchens angeschaut.

2. Tischfußball, Billiard oder Massageräume sollen den MitarbeiterInnen des Alphabet-Konzerns das Arbeitsleben so angenehm wie möglich machen - wohl auch, damit sie die vielen Google-Projekte so effektiv wie möglich vorantreiben. Dazu gehört die Arbeit an "künstlichen Intelligenzen", wie wir sie etwa am Smartphone nutzen, wenn wir mit Sprachassistenten wie dem Google Assistant reden. Dass uns die Maschine versteht, ist nur möglich, weil komplexe Programme Sprache interpretieren können. Aber auch die Bilderkennung zum sicheren Steuern autonomer Autos oder zur Analyse medizinischer Daten ist ein großes Thema in den Google Labs in Zürich. Zum Beispiel soll künstliche Intelligenz Ärzte bei Diagnosen unterstützen oder anhand von Scans und Röntgenbildern schneller mögliche Krankheitsursachen feststellen können. Sarah Kriesche war auf Einladung von Google in Zürich und gibt Einblicke in laufende Projekte des US-Konzerns.

3. Estland gilt als europäisches IT-Musterland. Und genau dort gibt es jetzt Probleme mit den digitalen ID-Karten. Aufgrund einer zu spät erkannten und dann unterschätzten Sicherheitslücke musste Estland fast eine Million ID-Karten sperren. Und ohne die geht im nördlichsten baltischen Staat gar nichts, wie Carsten Schmiester von der ARD berichtet.

Moderation und Redaktion: Franz Zeller

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