Moritz Riesewieck

JULIEN MENAND

"Digitale Drecksarbeit"

1. Ein Buch über Menschen, die den Müll aus dem Internet räumen
Gestaltung: Franz Zeller
2. Die Maker Faire in New York
Gestaltung: Lukas Plank

1. Viele Videos oder Fotos, die auf Plattformen wie Facebook, Tinder oder YouTube landen, sind abstoßend oder menschenverachtend, brutal oder gewaltverherrlichend. Die Plattformen entfernen diese Inhalte oft, je nach ihrem spezifischen Regelkatalog. Das machen allerdings nicht Algorithmen, sondern Menschen. Wer diese Müllmenschen des Netzes sind und wo sie leben, weiß kaum jemand. Der deutsche Regisseur Moritz Riesewieck hat ihnen deshalb ein Buch gewidmet. Es heißt lapidar "Digitale Drecksarbeit". Franz Zeller hat mit Moritz Riesewieck über die durchaus zwiespältige digitale Putzarbeit, über Zensur aus dem Bauchgefühl heraus und die Belastung durch das Ansehen von Missbrauchsvideos gesprochen.

2. Nicht immer geht es Bastlern darum, ein marktreifes Produkt zu entwickeln. Manchmal liegt sogar im Scheitern ein Erkenntnisgewinn. Aber wer zum Beispiel eine Orientierungshilfe für Sehbehinderte entwickelt, ein autonomes Boot oder einen Robotergitarristen, der präsentiert sich häufig stolz auf einer Maker Faire wie jener in New York. Mehr als 750 Bastler haben vor wenigen Wochen im Big Apple ihre Arbeiten vorgestellt - von kleinen Spielereien über Kunst hin zu vielleicht zukunftsweisenden Technologien. Lukas Plank hat sich unter die Zuschauer gemischt.

Moderation und Redaktion: Franz Zeller

Service

Buch "Digitale Drecksarbeit. Wie uns Facebook & Co. Von dem Bösen erlösen". Dtv premium 2017. Von Moritz Riesewieck.

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