Wie das Leben auf der Erde begonnen hat

Am Anfang war die Ursuppe
Von Birgit Dalheimer

Irgendwann vor vier bis dreieinhalb Milliarden Jahren war es so weit: In einer den Planeten überziehenden flüssigen Mischung anorganischer Substanzen, der "Ursuppe", entstanden Nuklein-säuren wie DNA und RNA und Enzyme. Informationsspeicher und Stoffwechsel kamen in die Welt: Das Leben begann. Wie genau, das wird bis heute heftig diskutiert. - War zuerst der Informationsspeicher da, wie es die RNA-Welt-Hypothese postuliert? Oder gab es zuerst einfachen Stoffwechsel, der dann irgendwann auch in die Konstruktion eines Informationsspeichers mündete? Letzteres halten die Vertreter der "Metabolism first"-Hypothese für wahrscheinlicher. Und wo könnte die Ursuppe am fruchtbarsten gewesen sein? An ihren Ufern, wo Gesteinsoberflächen ideale Entwicklungsflächen boten? Oder an den Hydrothermalquellen in der Tiefsee? Und was ist dran an der Theorie, Leben wäre überhaupt ganz woanders im Weltall entstanden und hätte per Asteroid auf der Erde eingeschlagen?

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