Ferdinand Rauter

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Radiokolleg - Fliegerbomben und Mondscheinsonate

Der Musiker Ferdinand Rauter im Londoner Exil (1). Gestaltung: Andreas Kloner

Der in Klagenfurt geborene Pianist, Musikpädagoge, Hobbymykologe und Anthroposoph Ferdinand Rauter (1902-1987) befindet sich während des Zweiten Weltkriegs im Londoner Exil. Mit der dänisch-isländischen Volksliedsängerin Engel Lund hält er sich mit Konzerten für private Herrenhäuser und Schulen in ganz England finanziell über Wasser. Als "enemy alien" muss Rauter ab Mitte Juli 1940 ein knappes halbes Jahr in mehreren britischen Lagern verbringen.

Nach seiner Entlassung kann der geschickte Netzwerker Rauter viele seiner Musikerkollegen, so auch die Protagonisten des späteren Amadeus-Quartetts, vorzeitig aus der Haft befreien. Er schließt Bekanntschaften mit einer großen Anzahl österreichischer Emigranten, wie den Musikern Arnold Rosé und Egon Wellesz, kümmert sich um die Nachwuchsmusiker, steht aber auch in ständigem Kontakt mit der Elite der englischen Musiker, wie etwa Vaughn Williams.

Ein wichtiger Beitrag für die Zusammenarbeit von österreichischen und englischen Musikern konnte mit der "Austrian Musician Group" und ihrem Gründungskonzert am 15. Dezember 1942 in der Londoner Wigmore Hall, geleistet werden. - All diese Begegnungen und Ereignisse aus den Jahren 1940 bis 1942 hat Ferdinand Rauter in seinem ausführlichen, in Gabelsberger Stenografie verfassten Tagebuch hinterlassen. Am 6. Dezember 1987 ist Ferdinand Rauter in London gestorben.

Playlist

Komponist/Komponistin: Joseph Haydn
Titel: Streichquartett in d-Moll "Quintenquartett", 1. Satz
I: Amadeus Quartett
Länge: 01:00 min
Label: Deutsche Grammaphon 00289 479 7612

Komponist/Komponistin: (Volkslied)
Bearbeiter/Bearbeiterin: Arrangement: Ferdinand Rauter
Titel: Litlu börnin
I: Engel Lund
Länge: 01:00 min
Label: BBC-Aufnahme

Sendereihe

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