"Voll verschleiert", Juden in Italien, "Weibsbilder" in Basel

1. Regisseurin Sou Abadi über "Voll verschleiert"
2. Museum zur jüdischen Geschichte Italiens
3. Ausstellung "Weibsbilder" in Basel

Beiträge

  • "Voll verschleiert"

    "Voll verschleiert" heißt das Spielfilmdebüt der iranisch-französischen Dokumentarfilmerin Sou Abadi, in dem sie das eigentlich tragische Thema des religiösen Extremismus in ein komödiantisches Licht rückt. Die rasante Verwechslungskomödie spart nicht mit Seitenhieben in alle Richtungen: Religiöser Fanatismus wird ebenso aufs Korn genommen wie Feminismus, Kommunismus und die gutbürgerliche französische Gesellschaft. Die Regisseurin Sou Abadi verließ den Iran einige Jahre nach der Revolution; viele Szenen im Film basieren auf autobiografischen Erlebnissen in den ersten Jahren im islamischen Gottesstaat.

  • Erstes Nationalmuseum zur jüdischen Geschichte Italiens

    Die Geschichte der Juden in Italien unterscheidet sich vor allem in einem Punkt grundlegend von der Geschichte der Juden anderswo in Europa: Sie wurden nie zu Opfern von Pogromen und anderen tödlichen Verfolgungen, wenngleich auch sie ab dem 16. Jahrhundert in einigen Städten in Ghettos leben mussten. Mitte Dezember, zu Hanukkah, wurde im norditalienischen Ferrara Italiens erstes Nationalmuseum zur jüdischen Geschichte eröffnet, das Museo Nazionale dell'Ebraismo Italiano e della Shoah, kurz MEIS.

  • Ausstellung "Weibsbilder" in Basel

    Das Kupferstichkabinett des Kunstmuseum Basel zeigt in der Ausstellung "Weibsbilder. Eros, Macht, Moral und Tod um 1500" Zeichnungen, Drucke und Gemälde, die verschiedene Frauenbilder wiedergeben. Während im Mittelalter die Darstellung des weiblichen Aktes nur in einem religiös definierten Rahmen möglich war, etablierte sich das Bild der Frau und ihres Körpers erst im 16. Jahrhundert als Motiv der Kunst. Die Frau wird als verführerische Venus oder als Verkörperung von Fortuna und Vanitas dargestellt, als verschlagene Dirne oder als abstoßende Hexe.

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