Im Gespräch

"In Russland hat man Angst, auf die Straße zu gehen." - Renata Schmidtkunz im Gespräch mit Irina Scherbakowa, russische Germanistin und Kulturwissenschafterin

Totalitarismus, Stalinismus, Gulag. Das sind nur einige der Forschungsgebiete, mit denen sich die in Moskau lebende Historikerin, Publizistin und Übersetzerin Irina Scherbakowa beschäftigt. Ende der 1970er Jahre begann sie, Interviews mit Opfern des Stalinismus zu führen.

Scherbakowa, die 1949 als Tochter jüdischer Eltern zur Welt kam, war als Redakteurin unter anderem bei der renommierten Literaturnaja Gaseta tätig und bis 2006 Dozentin am "Zentrum für Erzählte Geschichte und visuelle Anthropologie" der Russischen Staatlichen Universität für Geisteswissenschaften in Moskau. Außerdem ist sie eine der Initiatorinnen der Moskauer Gesellschaft "Memorial", die sich für die Aufklärung der sowjetischen Repressionen und den Schutz der Menschenrechte in Russland einsetzt.

Nun hat sie mit "Die Hände meines Vaters. Eine russische Familiengeschichte" die Geschichte ihrer eigenen Familie niedergeschrieben.

Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz spricht Irina Scherbakowa über diese Jahrhundert-Familie und damit über ein Jahrhundert russischer Geschichte.

Service

Irina Scherbakowa, "Die Hände meines Vaters. Eine russische Familiengeschichte", Übersetzung von Susanne Scholl, Autobiographie, Verlag Droemer HC ab 02.11.2017

Irina Scherbakowa und Karl Schlögel, "Der Russland-Reflex: Einsichten in eine Beziehungskrise",
Edition Körber, 7. Oktober 2015

Irina Scherbakowa mit Julia Landau (Hg.) "Gulag – Texte und Dokumente 1929 – 1956", Wallstein Verlag, Göttingen, Weimar 2014

Irina Scherbakow mit Volkhard Knigge (Hg.), "Gulag. Spuren und Zeugnisse 1929–1956", Wallstein Verlag, Göttingen, Weimar 2012

Irina Scherbakowa, "Zerrissene Erinnerung: Der Umgang mit Stalinismus und Zweitem Weltkrieg im heutigen Russland" (Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts / Vorträge und Kolloquien), Verlag Wallstein, 1. September 2010

Irina Scherbakowa (Hg.), "Unruhige Zeiten: Lebensgeschichten aus Russland und Deutschland", Edition Körber-Stiftung, Hamburg, 2006

Irina Scherbakowa (Hg.), "Russlands Gedächtnis. Jugendliche entdecken vergessene Lebensgeschichten", Edition Körber-Stiftung, Hamburg 2003

Irina Scherbakowa, "Nur ein Wunder konnte uns retten: Leben und Überleben unter Stalins Terror", Übersetzung von Susanne Scholl, Campus Verlag, 16. August 2000

Irina Scherbakowa und Susanne Scholl, "Moskauer Küchengespräche", Verlag Styria, Graz 1997

Heinrich Böll Stiftung - Irina Scherbakowa, Historikerin und Bürgerrechtlerin, Russland

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