Gerhard Amanshauser

APA/RESIDENZVERLAG

Martin Brachvogel liest Gerhard Amanshauser

"Der Hobbyraum". Von Gerhard Amanshauser. Es liest Martin Brachvogel. Gestaltung: Nicole Dietrich

Es ist eine Geschichte, die Gänsehaut macht. Ein unauffälliger älterer Herr, ein Altersrentner und Bastler, hat seinen Hobbyraum, die Werkstatt im Keller eines Wohnblocks, zu einer "autarken Zelle" ausgebaut. Nur dort kann er seinen Ansprüche nach maschineller Perfektion und technischer Präzision gerecht werden. Einzig der menschliche Körper, sein Begehren wie sein Zerfall, sind im Weg ...

Den Österreichern wird eine Affinität zu den architektonischen Unterwelten, den Kellern, nachgesagt, seit eine Vielzahl von spektakulären Kriminalfälle in diesem Land, von Priklopil bis Fritzl, das Abscheulichste des Menschen von unten nach oben gekehrt hat, Gerhard Amanshauser, heute vor 90 Jahren - 1928 - in Salzburg geboren und 2006 ebendort gestorben, zeigt sich mit diesem Text als visionärer und gnadenloser Gesellschaftskritiker.

Service

Gerhard Amanshauser, "Der Hobbyraum". Aus: Österreichische Erzählungen des 20. Jahrhunderts (Alois Brandstetter, Hg.), Residenz Verlag 1984

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Gestaltung

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