Deutsche Scharia-Polizei: Freisprüche aufgehoben

Deutsche „Scharia-Polizei“: Freisprüche aufgehoben +++ Wie geht es Jugendlichen im Nahen Osten und Nordafrika? - Moderation: Roberto Talotta

1. Deutsche „Scharia-Polizei“: Freisprüche aufgehoben

Darf in Deutschland eine selbsternannte sogenannte Scharia-Polizei schalten und walten? Sieben Männer hatten im September 2014 einen nächtlichen Rundgang in der deutschen Stadt Wuppertal unternommen und dabei orange Warnwesten getragen - zum Teil mit der Aufschrift "Sharia Police". Sie wollten junge Muslime ansprechen und sie vom Besuch von Spielhallen, Gaststätten oder Bordellen sowie vom Alkoholkonsum abhalten. Der Auftritt der selbst ernannten Sittenwächter hatte in Deutschland Empörung ausgelöst.
Scharia ist die arabische Bezeichnung für islamisches Recht und beruft sich auf den Koran und die überlieferte Lebenspraxis des Propheten Mohammed. Alle sieben Angeklagten waren im November 2016 vom Vorwurf freigesprochen worden, gegen das Uniformverbot verstoßen oder Beihilfe dazu geleistet zu haben. Jetzt hat der deutsche Bundesgerichtshof seine Entscheidung über die Revision der Staatsanwaltschaft bekanntgegeben: Die Freisprüche wurden aufgehoben, der Fall wird neu verhandelt.


2. Wie geht es Jugendlichen im Nahen Osten und Nordafrika?

Die Lebenswelten junger Menschen aus der Region des Nahen Ostens und Nordafrika hat eine Studie der deutschen Friedrich Ebert Stiftung, die der SPD gehört, untersucht. Sie hat nach den Werten und Wünschen der jungen Menschen, angesichts von Unsicherheiten am Arbeitsmarkt, Krieg oder Terror gefragt. - Gestaltung: Julia Wötzinger

Service

Friedrich Ebert Stiftung

Kostenfreie Podcasts:
Religion aktuell - XML
Religion aktuell - iTunes

Sendereihe

Gestaltung